Laia Garcia-Furtado hat vier Prada-Kollektionen aus den 1990er-Jahren zu ihren Favoriten gewählt: Frühjahr 1994, Frühjahr 1996, Frühjahr 1998 und Frühjahr 1992. Ihre Auswahl erscheint anlässlich der Veröffentlichung von „Prada in the Nineties“, einem Buch, das die Kollektionen des Jahrzehnts und die Entwicklung von Miuccia Pradas Vision für die Marke untersucht.
Garcia-Furtado, ehemals leitende Redakteurin für Modenachrichten bei Vogue, sagte, die Recherchen für das Buch hätten ihren Blick über die gefeierten Kollektionen aus der zweiten Hälfte des Jahrzehnts hinaus erweitert. Sie beschreibt die 1990er-Jahre als eine Zeit, in der sich Prada von einem aufstrebenden Label zu der globalen Marke entwickelte, die es heute ist, und sagt, dass die Kollektionen aus dieser Ära weiterhin als Referenz dienen.
Sie bezeichnet Frühjahr 1996 als ihre liebste Modekollektion und schreibt den nicht zusammenpassenden Prints, den Grüntönen und den unverwechselbaren Proportionen zu, ihren persönlichen Stil geprägt zu haben. Frühjahr 1994 sticht für sie durch die Mischung aus transparenten Nachthemden, Strickmode, Lederwesten und weißen Kleidern hervor, die ihrer Ansicht nach sowohl im Grunge-Geist jener Zeit verwurzelt als auch heute noch modern wirkt.
Garcia-Furtados übrige Favoriten greifen andere Stimmungen auf. Frühjahr 1998 beschreibt sie als romantisch und zugleich futuristisch und verweist auf die Beerentöne, Latexdetails und pinkfarbenen Absätze aus Lucite. Frühjahr 1992 war für sie zunächst ein blinder Fleck, doch lernte sie dessen ungewöhnliche Designs schätzen, darunter einen Look mit Radlerhosen, Twinset und Pillbox-Hut.
Das Buch behandelt auch Pradas Frühjahrskollektion 1999, deren Spiegelverzierungen Garcia-Furtado als humorvolle Reaktion auf den Hippie-Trend deutet. „Prada in the Nineties“ ist nicht von der Marke autorisiert oder genehmigt und soll am 10. November 2026 erhältlich sein.
Quellen: Vogue.